Mit einem Wortgottesdienst und einem Festakt zur Zeugnisverleihung verabschiedet die Maria-Ward-Realschule ihre 133 Absolventinnen und Absolventen
Zum Auftakt ihrer Verabschiedung feierten die 133 Absolventen der Maria-Ward-Realschule, ihre Eltern und Lehrer mit Diözesanjugendpfarrer Dr. Sebastian Braun und Pfarrer Martin Schuler einen Wortgottesdienst unter dem Motto „Im Fluss des Lebens“. Das Bild des Flusses zeichnete den Weg der Schüler von der Grundschule bis zum „Meer der Möglichkeiten“ nach. Im Mittelpunkt standen Dankbarkeit für die gemeinsame Schulzeit, der Zusammenhalt und das Wachstum sowie die Ermutigung, den weiteren Lebensweg mit Vertrauen auf Gottes Begleitung zu gehen. Am Ende der religiösen Feier erhielten die Absolventen jeweils eine kleine Flaschenpost als Erinnerung daran, dass Gott sie nicht einfach auf dem Fluss des Lebens treiben lasse, sondern ihnen Richtung und Sinn gebe.
Im anschließenden Festakt verglich auch Konrektor Alexander Sturm den Lebensweg der Absolventinnen und Absolventen mit einem Fluss, der Hindernisse und Veränderungen berge, aber stets zu neuen Möglichkeiten führe. Er ermutigte die Jugendlichen, Wandel als Chance zu begreifen, auf eigene Stärken sowie die Unterstützung von Familie und Freunden zu vertrauen und den Weg mit Zuversicht zu gehen.
Wegen der gleichzeitig stattfindenden, letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause sandte Oberbürgermeister Josef Grienberger seine Grußworte digital. Er wünsche den Zehntklässlern alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt. Ihr Jahrgang habe von der Coronakrise bis zur extremen Hitze während der Prüfungsphase immer wieder gezeigt, mit Stress umgehen zu können. Darum sei er zuversichtlich, dass sie ihren Weg inmitten der stressigen und schnelllebigen Welt gut beschreiten werden.
Landrat Alexander Annetsberger verwies auf die Fülle von Möglichkeiten, die den Realschulabsolventen offenstehen. Bei aller Freude über den bestandenen Abschluss wünsche er ihnen, dass sie über den heutigen Tag hinausblicken und ihre Talente und Berufung erkennen könnten. „Man muss nicht den ganzen Weg sehen, sondern einfach den ersten Schritt machen“, schloss die Vorsitzende des Elternbeirats mit einem Martin-Luther-King-Zitat an. Das Leben sei kein gerader Wanderweg; man müsse Routen ändern können und dürfe Fehler begehen. Sie wünschte den jungen Menschen Mut, Neues zu probieren und das einzubringen, was sie an der Schule neben ihrer Bildung erworben hätten und nicht im Zeugnis stünde: Freundschaften, Hilfsbereitschaft und ein Gefühl für den anderen. „Pflegt die Freundschaften, die euch tragen“, ermutigte der zweite Elternbeiratsvorsitzende Willi Slischewski die Absolventen, „der Wert eines Menschen liegt nicht in seinen Leistungen und Erfolgen.“
Als Leiter der Abteilung Schule und Bildung der Diözese Eichstätt dankte Markus Moder den Zehntklässlern, dass sie sich für die Maria-Ward-Realschule entschieden hätten und hier bis zu diesem Punkt ihren Weg gegangen seien. Mit Blick auf das Zitat „Wahrheit wirkt mehr als alles andere“ von Maria Ward forderte er sie auf, kritisch zu bleiben, Dinge zu hinterfragen und für das einzustehen, was wichtig ist.
Die beiden scheidenden Schülersprecherinnen Clara Heckl und Sarah Eggerstedt erinnerten an schöne Momente der Schulzeit, die ihnen trotz Stress Spaß bereitet habe. Sie dankten für die Unterstützung der Eltern und Lehrer sowie den Vätern und der Firma Meier, die beim Bau des diesjährigen Abschlussgeschenkes tatkräftig geholfen hätten: Der Pizzaofen wird bei künftigen Schulfesten eingesetzt. Anschließend erhielten sie Präsente und viel Lob von den Verbindungslehrern und der Schulleitung für ihr Engagement: „Sie haben mit Verantwortung und viel Herzblut das Schulleben auf herausragende Weise mitgestaltet“, betonte Realschuldirektorin Monika Helmstreit.
Eine besondere Ehrung ging an die Zehntklässlerin Ceylin Akcay: Sie bereicherte das Schulleben über Jahre mit Bildern und Gedichten und erhielt den diesjährigen Kulturpreis der Maria-Ward-Realschule von Martina Kerscher und Sigrid Maget im Namen des Vereins Mary Ward Friends. Neben einem Geschenkgutschein bekommt sie die Möglichkeit, im Rahmen einer Kunstausstellung von Rakete Eichstätt e.V. im Herbst ihre Werke zu zeigen.
Bevor die Zeugnisse von den Klassenleitern überreicht wurden, würdigte Realschuldirektorin Helmstreit den erfolgreichen Schulabschluss. Das Realschulzeugnis erzähle die Geschichte der vergangenen Jahre, in denen die Zehntklässler nicht nur Wissen, sondern auch Persönlichkeit entwickelt hätten. Sie dankte Eltern und Lehrkräften, die die jungen Menschen begleitet hätten, und ermutigte die Absolventen, ihren weiteren Lebensweg mit Mut, Menschlichkeit und Verantwortungsbewusstsein zu gestalten. Nicht Noten, sondern Charakter und Haltung für die Zukunft seien entscheidend.
Die Feierlichkeiten, die von der Schulband, dem Schulchor und Beiträgen der Zehnten umrahmt wurden, endeten in einem gemütlichen Sommerfest im Gabrielihof.
55 Schülerinnen haben eine Eins vor dem Komma
Von den 55 Absolventen der Maria-Ward-Realschule, die sich über eine Eins vor dem Komma freuen dürfen, schnitten 17 Schülerinnen mit sehr gutem Erfolg, also mit einem Schnitt von 1,5 und besser, ab. Die Traumnote 1,0 erreichten Theresa Günthner sowie Magdalena Schießl, dicht gefolgt von Klara Ettinger und Marie Zäch mit 1,08 sowie Lisa Henle und Mia Staudter (1,09). Sehr gut absolvierten Leni Hermann und Nathalie Kirsch (1,17), Hanna Kienast und Laura Zierer (1,18), Laura Schneider und Tamica Ugochukwu (1,25), Ceylin Akcay, Clara Erben, Tamara Graf und Janna Hampe (1,33) sowie Anna Frank (1,36). Zweiter Konrektor Peter Markoff gratulierte ihnen im Namen der Schulgemeinschaft zu ihrem Erfolg und überreichte ihnen Büchergutscheine.
Martina Beck