Auf den Spuren einer starken Frau

Die fünften Klassen entdecken Leben, Wirken und Vermächtnis der Schulpatronin Maria Ward während der Maria-Ward-Woche

Alljährlich rückt die Maria-Ward-Woche, die mit dem Geburtstag der adeligen Engländerin am 23. Januar beginnt und mit ihrem Todestag am 30. Januar endet, unsere Schulpatronin ins Bewusstsein der Schulgemeinschaft. Was ist so besonders an dieser Ordensgründerin, dass wir ihr Vermächtnis nach beinahe 400 Jahren noch hochhalten? Dieser Frage gingen die fünften Klassen am Montag dieser Woche auf den Grund. Nach einem CU, in dem es um Eigenschaften ging, die Maria Ward prägen, sahen sich alle Klassen das Maria-Ward-Musical von Werner Lecheler, das 2019 an der Maria-Ward-Realschule zum Schuljubiläum aufgeführt wurde, in einem Mitschnitt an und erhielten auf diese Weise Einblicke in das Leben dieser großen Frau und in die Gründungsgeschichte der Eichstätter Maria-Ward-Schule. Anschließend beschäftigten sie sich in 45-minütigen Einheiten mit besonderen Projekten: Auf einer Landkarte machten sie mit Hilfe von Wollfäden die weiten Fußmärsche der Pilgerin sichtbar oder gestalteten Zitronenbriefe: Mit diesem Trick gelang es Maria Ward im frühen 17. Jahrhundert, aus dem Gefängnis heraus Geheimbriefe an ihre Mitschwestern zu schreiben. Außerdem ließen sich die Fünftklässler ihre weisen Sprüche, die zum Teil an den Wänden des Schulhauses zu finden sind, durch den Kopf gehen und gestalteten mit ihnen schöne Lesezeichen, die sie an diesen besonderen Schultag erinnern können. Über Frau Trampert erreichte sie zudem ein Brief von Schwester Claudia, der letzten Oberin der Eichstätter Congregatio Jesu, die unserer Schule nach wie vor eng verbunden ist, obwohl sie bereits seit einigen Jahren Oberin in Bamberg ist. Sie erzählt darin unseren Schülerinnen und Schülern von ihren Anliegen als Maria-Ward-Schwester und von Maria Ward, die sie als mutige und fortschrittlich denkende Frau schätzt. In persönlichen Briefen dankten die Kinder ihr und brachten darin ihre eigenen Empfindungen und Gedanken über Maria Ward zum Ausdruck.

Martina Beck