Ein-Blick in die Maria-Ward-Realschule

Am Tag der offenen Türe präsentierte die Maria-Ward-Realschule ihr besonderes Profil zwischen Kreativität, Gemeinschaft und moderner Bildung

 

Zahlreiche Viertklässler und ihre Eltern tauchten beim Tag der offenen Tür in die Welt der Maria-Ward-Realschule ein, um die Atmosphäre dieser diözesanen Schule zu schnuppern, die für ihr charakteristisches christliches Konzept nach dem Marchtaler Plan bekannt ist. Die Kinder wurden von Schülerinnen in unterschiedliche Fachräume geleitet. Hier warteten abwechslungsreiche Aktionen und Experimente auf die jungen Besucher, die schnell ihre anfängliche Scheu überwanden: Begleitet von der Schulband musizierten sie im Musiksaal mit Bodypercussion den Song Austin von Desha, schmückten unter Anleitung der Kunstlehrer einen Baum aus Pappe mit grünen Blättern, experimentierten in den MINT-Fächern mit Magnetismus und elektrischer Ladung oder spielten in IT mit Ozobots. Ausgelassen turnten sie abschließend in der Bewegungslandschaft der Turnhalle, von der sich manche kaum losreißen konnten, als ihre Eltern eintrafen, um mit ihnen gemeinsam die Schulküche aufzusuchen. Die Erwachsenen machten sich zuvor bei einem geführten Rundgang einen Eindruck von dem besonderen Profil der Maria-Ward-Realschule. Beeindruckt zeigten sich viele von der Bildergalerie der Kunstklassen und den Handarbeiten des Faches Textiles Gestalten. Im Laufe des nächsten Schuljahres geht die Digitalisierung an der Maria-Ward-Realschule mit Tablet-Klassen ab der achten Jahrgangsstufe in eine neue Runde. „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen lernen, überlegt und achtsam mit den technischen Möglichkeiten umzugehen, die sich in einem rasanten Tempo entwickeln“, betonte die IT-Lehrkraft Elisabeth Schmid und erhielt zustimmendes und nachdenkliches Nicken von den Eltern, die im Rahmen ihrer Führung auch Elemente des Marchtaler Plans kennenlernten. „Jeden Montag gönnen wir den Jugendlichen eine halbe Stunde ohne Leistungsdruck, in der sie aus dem Wochenende ankommen und sich mit einem aktuellen oder meditativen Thema befassen“, erklärte die Lehrkraft Jaiane Bauer den Morgenkreis. Im FSA-Raum erwarteten Schüler des teilgebundenen Ganztags die Gäste und beschrieben begeistert, dass sie sich in der Freien Stillarbeit Unterrichtsthemen selbstständig erschließen. „Dabei werden wir aber immer von unseren Lehrern begleitet“, fügte eine Schülerin schnell hinzu. Im Vernetzten Unterricht greifen verschiedene Sachfächer und Religion wie Puzzleteile ineinander, um den jungen Menschen weit verzweigtes Wissen zu vermitteln: „Mit Themen wie „Meine Heimat – ein ganz besonderer Ort“ oder „Unser Körper – uns anvertraut“ beschäftigen wir uns sechs Wochen lang“, erläuterten zwei Schülerinnen, „dann binden wir alle Arbeitsblätter zu einer VU-Mappe.“ Während viele Eltern interessiert in den ausgestellten Mappen blätterten oder das FSA-Material besichtigten, erzählte VU-Lehrkraft Sigrid Maget von ehemaligen Schülern, die betonen, dass sie alle ihre VU-Mappen aufbewahren. Bei Kaffee und Kuchen des Elternbeirats oder einer Würstel-Semmel tauschten sich die Besucher nach den Führungen aus und nutzten die Gelegenheit für ein Gespräch mit der Schulleitung, der Beratungslehrkraft oder der Sozialpädagogin der Schule, bevor ein kurzweiliger Nachmittag zu Ende ging.

Martina Beck