Schultheateraufführung beim Adventsmarkt

Schultheater-Aufführung am Adventsmarkt

Im Rahmen des diesjährigen Adventsmarktes präsentierte sich erstmals die neu gegründete Theater-AG unserer Schule mit dem Stück „Es weihnachtet schwer – (k)ein Krippenspiel“ von Christine Steinwasser. Das ursprünglich kurze Theaterstück wurde von den Schülerinnen und Schülern der Theater-AG vollständig überarbeitet und kreativ neu interpretiert. Die Aufführung hatte eine Dauer von etwa 15 Minuten und sorgte für viele heitere Momente.

Im Mittelpunkt des Stückes stand eine chaotische Theaterprobe, bei der scheinbar nichts nach Plan verlief. Requisiten fehlten, und einige der Schauspielerinnen und Schauspieler widmeten sich lieber geplanten Backaktionen als der eigentlichen Probe. Maria, gespielt von Linus Strehler, weigerte sich, mit Schwangerschaftsbauch auf die Bühne zu gehen, um ihren Ruf nicht zu gefährden. Josef, dargestellt von Leonhard Fuchs, zeigte deutlich mehr Interesse an günstigen Navi-Angeboten von Aldi als an der bevorstehenden Geburt Christi.

Der Engel, gespielt von Melissa Zeigler, hatte den Weihnachtsmann überfahren und kämpfte zudem mit einem Sprachfehler. Für zusätzliche Turbulenzen sorgten die vier Heiligen Drei Könige, dargestellt von Lena Vielwerth, Mia Glossner, Filippa Innerhofer und Ionela Clapa, die sich nicht auf die richtige Besetzung einigen konnten. Die beiden Hirten, gespielt von Maxi Bittl und Lena Seyberth, zeigten sich eher gelangweilt und hatten große Schwierigkeiten damit, sich gebührend zu fürchten.

Die Regie übernahm Marie Haunschild, deren Figur angesichts des zunehmenden Chaos zunehmend an ihre Grenzen geriet und sich berechtigterweise fragte, warum sie sich diese Probe Jahr für Jahr antat. Komplettiert wurde das Ensemble durch die beiden Hoteliers, gespielt von George Clapa und Conner Gössl, die Maria und Josef aufgrund fehlender Reservierung keine Herberge gewährten.

Der Erzähler, dargestellt von Elias Gassner, kommentierte das Geschehen mit Zitaten aus der Bibel und beendete das Stück schließlich lakonisch mit den Worten: „Showbusiness is no business“.

Die Aufführung überzeugte durch ihre humorvolle und spontane Umsetzung des bekannten Themas. Die Schauspielerinnen und Schauspieler hatten sichtlich Freude am Spiel und nutzten die Möglichkeit, immer wieder zu improvisieren. Sowohl das Publikum als auch die Darstellenden nahmen die Darbietung mit großer Begeisterung auf. Der augenzwinkernde Abschluss durch den Erzähler rundete die gelungene Aufführung ab.

Martina Hafemann