Gemeinsam für Burundi

Maria-Ward-Realschule übergibt Spende an Partnerschule 

Ein besonderer Tag der Begegnung und gelebten Solidarität prägte den Schulalltag an der Maria-Ward-Realschule: Anlässlich der seit fünf Jahrzehnten bestehenden Partnerschaft zwischen der Diözese Eichstätt und der Erzdiözese Gitega in Burundi durfte die Maria-Ward-Realschule eine hochrangige Delegation begrüßen. Zur Reisegruppe gehörten unter anderem der Erzbischof von Gitega, Bonaventure Nahimana, sowie sein Vorgänger, Erzbischof Simon Ntamwana. Der Besuch bot die Gelegenheit, die seit vielen Jahren bestehende Partnerschaft zwischen der Maria-Ward-Realschule und dem Gehörlosenzentrum CESDA in Gitega weiter zu vertiefen.  

Während ihres Besuchs waren die Gäste in verschiedenen Klassen und stellten den Schülerinnen und Schülern ihr Heimatland und dessen Kultur näher vor. Besonders beeindruckend war die Vorstellung der Gehörlosenschule in Burundi, in der mehr als 240 Schüler im Alter von 5 bis 24 Jahren unterrichtet und begleitet werden. Im Anschluss nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen. Sie interessierten sich vor allem dafür, wie Schulgottesdienste gefeiert werden und wie der Alltag der Kinder an der Partnerschule aussieht. Erzbischof Bonaventure erzählte ihnen am Ende noch, dass er selbst 20 Jahre lang als Lehrer tätig war. Auch in der Pause kam der persönliche Austausch nicht zu kurz: Die Gäste lernten das Lehrerkollegium kennen, während einige Schülerinnen aus dem Französisch-Zweig ihre Sprachkenntnisse unter Beweis stellten und sich auf Französisch mit den Besuchern austauschten.  

Den Höhepunkt des Besuchs bildete ein feierlicher Festakt, bei dem die Maria-Ward-Realschule eine Spende in Höhe von 2.041 Euro an ihre Partnerschule überreichen konnte. Der Erlös stammt aus einem Spendenlauf, den die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Sportunterrichts absolviert hatten. Im Vorfeld wurden Sponsoren gewonnen, die jeden gelaufenen Kilometer mit einer Spende honorierten. Das beeindruckende Ergebnis ist ein sichtbares Zeichen für das große Engagement und die Solidarität der gesamten Schulgemeinschaft. Für einen festlichen Rahmen sorgte der Schulchor unter der Leitung von Martina Beck mit seinen musikalischen Beiträgen. Große Begeisterung löste außerdem eine akrobatische Darbietung von einigen Schülerinnen aus der Klasse 8b aus, die den Festakt eindrucksvoll bereicherte. Ein besonderes Symbol der langjährigen Verbundenheit überreichte die Projektgruppe AKKU: Mit viel Kreativität gestalteten die Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit ihrer Lehrkraft Monika Ertl einen Baum, dessen Blätter mit Wörtern in der Landessprache Kirundi versehen sind. Sie stehen für Werte wie Hoffnung, Zuversicht, Freundschaft und Zusammenhalt und verdeutlichen die enge Verbindung zwischen der Maria-Ward-Realschule und ihrer Partnerschule in Burundi. Das Kunstwerk wurde der Delegation als bleibende Erinnerung an den Besuch feierlich überreicht. Die Begegnung zeigte eindrucksvoll, wie internationale Schulpartnerschaften Menschen verbinden, den interkulturellen Austausch fördern und gelebte Solidarität über Ländergrenzen hinweg ermöglichen. 

Christina Mojse