Kunstvibes

Exkursion der 9f zum Diözesanmuseum



Das Eichstätter Diözesanmuseum ist auf seine Art ein richtiges „Schatzkästchen“ der regionalen und überregionalen Frömmigkeitskultur. Die Ausstellungsstücke sind geschickt präsentiert und können darum hervorragend den katholischen Religionsunterricht bereichern. Genau diese Erfahrung durften die 20 Schülerinnen der 9f nach einer vormittäglichen Wanderung zu diesem geschichtsträchtigen Ort machen.

So konnte die Kunsthistorikerin Katharina Hupp den Mädchen originell und anschaulich die ausgewählten Kunstwerke erschließen.

Beispielsweise gibt es auf dem „Sterbebild des Hl. Franziskus“ einige Symbole zu entdecken, die wie zufällig darauf verstreut erscheinen. Warum aber hat der Künstler einige Tiere (Katze, Lamm, Taube) eingefügt?  Welche Aussagen stecken hinter dem Blumenstrauß, dem Totenkopf? Auch hier eröffnete Frau Hupp manchen symbolischen Hintergrund.

Die Bedeutung der Diözesanpatrone Willibald und Walburga für das Bistum Eichstätt und darüber hinaus wurde ebenfalls thematisiert. Dabei erstaunte die Tatsache, dass vor allem die Hl. Walburga über Jahrhunderte internationale Verehrung und Bekanntheit erlangt hatte. Die reich verzierten, kostbaren Gefäße zum Transport des Walburgisöls zeugen heute noch von Ehrfurcht und tiefer Volksfrömmigkeit.

Die eher traditionellen Kunstgegenstände wurden in Kombination mit der Sonderausstellung „Eine Augenweide, vom stillen Dasein der Dinge“ in einen spannungsreichen und oft humorvollen Kontext gebracht.  Das Nebeneinander von Madonna mit Kind und einer Fotomontage mit Krippe, Ei und Riesenvogel zeigt diese subtile Verbindung ganz eindrücklich. Weitere höchst originelle Stilleben der Fotokünstler machten die Räume des Museums mit seiner erstaunlich umfangreichen und wertvollen Sammlung zu einem Ort des Staunens und auch des Schmunzelns. Wer hätte gedacht, dass Adjektive wie „angestaubt“ oder „langweilig“ in den Eindrücken der Schülerinnen nach der Veranstaltung so gut wie gar nicht vorkamen?

Nach einem kurzen Besuch im Dom (und Eichstätter Bäckereien) machte sich die Klasse gestärkt an Leib, Seele und Geist auf den Weg zurück zur Schule durch die frühlingshafte Natur entlang der Altmühl.



Lucia Hentschel, Religionslehrerin