Sagenwanderung

Auf den Spuren der Eichstätter Sagen und Legenden

Bei strahlendem September-Sonnenschein stiegen die Klassen 6 E und die 6 C am Wandertag gemeinsam mit ihren Lehrkräften zu einer Sagenwanderung auf den Frauenberg, zum Fauserstein auf die Waschette und auf der anderen Seite hinab nach Eichstätt. Sie hörten direkt an den Orten des Geschehens von mysteriösen und unerklärlichen Vorkommnissen, die immer wieder auf historische Ereignisse zurückzuführen sind: von einem gewissenlosen Dieb zu Zeiten des Fürstbischofs Heribert, der von unerklärlichen Mächten festgehalten wurde, über einen kopflosen Reiter auf der Waschette, wo die letzte öffentliche Hinrichtung Eichstätts stattfand, bis hin zur Erscheinung der Kerzen-Hanne in der Webergasse, wo früher der Fangturm, das Eichstätter Gefängnis, stand. Gespannt lauschten die Schülerinnen und Schüler den unheimlichen Sagen und wollten genau wissen, wie denn der kopflose Reiter ausgesehen habe. Dass mitten in der Erzählung rund um die Kerzen-Hanne plötzlich die Glocken der nahen Kirche Sankt Walburg läuteten, ließ so manchem zusätzlich eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Nicht so gruselig, sondern lustig klang indes die Legende der Sausackschleifer im Innenhof der Residenz, die den Necknamen der Eichstätter erklärt. Im Laufe des Schuljahres werden die Sagen der Wanderung den Sechstklässlern wieder begegnen: im Rahmen ihrer Deutsch-FSA zum Thema “Sagen”. Dann können sie sagen: „Wo das passiert sein soll, da waren wir schon!“

 

Zum Bild: Am Fauserstein, einem Kreuzstein der für den hingerichteten Anton Fauser auf der Eichstätter Waschette aufgestellt wurde, hörten die Klassen 6 E und 6 C die Sage vom kopflosen Reiter.

 

Martina Beck