Verkehrserziehungstag stärkt Radkompetenz der Sechstklässler an der Maria-Ward-Realschule
Die Kreisverkehrswacht und das Landratsamt Eichstätt organisierten an der Maria-Ward-Realschule unter der Gesamtleitung von Kerstin Elias einen abwechslungsreichen und praxisnahen Verkehrserziehungs-Vormittag für die 136 Schülerinnen und Schüler der sechsten Jahrgangsstufe. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass die jungen Radfahrer selbstsicher und verantwortungsbewusst am Straßenverkehr teilnehmen und für Gefahren sensibilisiert sind“, erklärte Marlen Seurich-Nar, Radwegbeauftragte des Landratsamts Eichstätt. Unterstützung erhielten die Veranstalter von der Polizei sowie von Radführern des Deutschen Alpenvereins. Dank dieser Zusammenarbeit konnten 22 Schülerinnen auf ihren eigenen Fahrrädern eine festgelegte Route durch die Stadt absolvieren. „Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass die Kinder sicher abbiegen und Verkehrsregeln sowie Beschilderungen beachten“, so Seurich-Nar. Während die Gruppe im Realverkehr unterwegs war, durchliefen die übrigen Schüler sieben Stationen rund um das Thema Verkehrssicherheit. Im sogenannten Dunkelzelt erfuhren die Kinder eindrucksvoll, wie wichtig gut sichtbare Kleidung bei schlechten Lichtverhältnissen ist. Reflektierende Materialien und helle Farben können im Straßenverkehr entscheidend sein. Mithilfe von VR-Brillen erlebten die Realschüler realitätsnah, wie plötzlich Gefahren wie abbiegende Lastwagen oder rückwärtsfahrende Autos auftreten können. An einem Fahrradsimulator testeten sie zudem ihre Reaktions- und Bremsfähigkeit in kritischen Situationen. Polizistin Leonie Knöll demonstrierte anschaulich die Schutzwirkung eines Fahrradhelms. Ein besonderes Erlebnis war für viele der Rauschbrillen-Parcours: „Ich habe gemerkt, wie schwer es ist, mit 0,8 Promille geradeaus zu gehen – geschweige denn Fahrrad zu fahren. Das sollte man auf keinen Fall tun“, berichtete Schülerin Antonia. Auf dem Hartplatz des Realschulzentrums trainierten die Sechstklässler außerdem wichtige Fahrtechniken in verschiedenen Parcours. Dazu gehörten unter anderem einhändiges Fahren, das sichere Umfahren von Hindernissen sowie das Halten der Spur. „Dieser Aktionstag ist für unsere Schüler ein großer Gewinn“, resümierte Lehrkraft Susan Mahring, die die Veranstaltung schulisch begleitete. Auch Marlen Seurich-Nar zeigte sich zufrieden: Bereits auf der Rückfahrt habe sich gezeigt, dass die Kinder deutlich umsichtiger und vorausschauender unterwegs waren als noch zu Beginn.
Martina Beck