Zu Gast in der Münchner Isarphilhamonie


Drei zehnte Klassen erlebten ein besonderes Konzert, das von BRSO-Education organisiert worden war

Mit zahlreichen Jugendlichen aus anderen bayerischen Schulen erlebten die Klassen 10 C, D und E in der Münchner Isarphilharmonie ein Echtzeit-Konzert der Extraklasse: Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks stellte ihnen unter der Leitung ihres Chefdirigenten Sir Simon Rattle „Le Sacre du Printemps“ von Igor Strawinski vor. Diese wilde, expressionistische Ballettmusik galt 1913 als echter Skandal, immerhin gab es bei der Uraufführung siebenundzwanzig Verletzte! Die Handlung führt zurück ins vorchristliche Russland, wo dem Frühlingsgott ein Mädchen geopfert wird, das sich zu Tode tanzen muss. Das spannungsgeladene und effektvolle Orchesterwerk, bei dem an die hundert Musiker auf der Bühne agieren, wurde von vier Schülern des Münchner Thomas-Mann-Gymnasiums anmoderiert, die das Wissen rund um das Werk in ein kurzweiliges Real & Fake-Quiz verpackten: So erfuhren die Konzertbesucher, dass Strawinski während des Komponierens Zahnschmerzen hatte und die Musik mit den vielsagenden Noten D e a d endet. Sir Simon Rattle erwies sich als humorvoller Interviewpartner, gab zu, dass „Le Sacre du Printemps“ seine erste Schallplatte war, und dirigierte das Weltklasse-Orchester auswendig: Es war ein musikalisches Hörerlebnis, das in einer normalen Musikstunde gar nicht möglich ist und in Erinnerung bleibt. Umrahmt wurde das außergewöhnliche Musikerlebnis von einer Mittagspause und einer Shoppingrunde in der Fußgängerzone. Ein paar Schülerinnen stiegen bei spätsommerlichen Temperaturen die 306 Stufen hinauf zur Aussichts-Plattform des Alten Peters in 56 Meter Höhe und genossen den Ausblick auf München und das Oktoberfest.

Martina Beck